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Aktuelles im Steuerrecht

Steuerfalle Kurzarbeit

Beziehern von Kurzarbeitergeld als Corona-Folgen drohen Steuernachzahlungen!

Durch den Bezug von Kurzarbeitergeld im Laufe eines Kalenderjahres von mehr als 410 € ergibt sich eine Pflicht zur Abgabe (§ 46 EStG) einer Einkommensteuererklärung bis zum Juli des darauffolgenden Jahres. Steuerliche Vertreter, wie Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine, verfügen über verlängerte Abgabefristen.

Kurzarbeitergeld, auch Corona-bedingt, gehört zu den „Lohnersatzleistungen“. Diese sind steuerfrei aber unterliegen dem Progressionsvorbehalt (§32 b EStG) und erhöhen somit den Steuersatz für das zu versteuernde Einkommen. Diese Erhöhung des Steuersatzes kann – unter Beurteilung des Einzelfalls – Einkommensteuernachzahlungen zur Folge haben.

Weitere negative Auswirkungen sind auch bei Ehegatten und eingetragene Lebenspartner möglich. Bei der Steuerklassenkombination 3 und 5 sind ohnehin Steuernachzahlungen keine Seltenheit. Durch Anwendung des Progressionsvorbehalts infolge von Kurzarbeitergeld, können die Nachzahlungen für Einkommensteuer aber höher als sonst ausfallen.


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